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De-Loused in the Comatorium
Quelle: amazon
EAN: 0602498602980
Herausgeber: Universal (Universal)
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DE-LOUSED IN THE COMATORIUM
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De-Loused in the ComatoriumQuelle: amazonEAN: 0602498602980
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Kunden Meinungen
genialer Funke, der nicht überspringt
Datum:01.01.1970 01:00 - Rating: 3/5Wenn es so etwas wie eine objektive Bewertung von Musik gibt, dann ist sie hier gefragt: Objektiv kann man dieses Album nicht schlecht finden. Objektiv wird da große Kunst geboten, spielen da hervorragende Musiker zumindest gut zusammen, ist das alles unglaublich kreativ und trotz unendlich vieler Zitate - oder nennen wir es Inspirationen - eigenständig und neuartig. Objektiv also eine 5-Punkte-Platte.
Schade nur, dass sich Objektivität und Musik ausschließen. Und so gibt es auch hier das berühmte große Aber: So genial der Funke auch sein mag: er springt nicht über! So staune ich, nachdem mir die grandiosen Opener-Traks "Son et Lumiere" und vor allem "Inertiatic esp" noch durch alle Glieder fuhren, noch gute 25 Minuten steif auf meinem Sofa sitzend über dieses eigenartige Kunstwerk, ohne, dass mein Fuß auch nur einmal mitwippen will oder sich mehr als "nur" meine grauen Zellen angesprochen fühlen. Dann aber ist erst Halbzeit und es stellt sich für die verbleibende halbe Stunde tatsächlich ein Gefühl von Langeweile ein.
Fazit: Gute Musik im Sinne von viel Input und sehr guter Kompisitions- und Spieltechnik gibt es hier auf alle Fälle, insofern lohnt sich das Reinhören! Wie viel mehr diese Platte für einen bedeutet, liegt schließlich ganz allein bei den Gefühlen des Hörers. Und dafür gibt es nun mal keine objektiven Kriterien. Gut möglich, dass "De-Loused in the Comatorium" manch einem direkt ins Herz schießt. Mich lässt es furchtbar kalt.
Unglaublich, Kreativ, Krank
Datum:01.01.1970 01:00 - Rating: 5/5Diese Band kenne ich, indem ich einer Empfehlung gefolgt bin, in der die leichte Warnung schon enthalten war.
Wovor hab ich dann auch gemerkt, als ich diese CD zum ersten Mal gehört habe :) Tatsächlich hab ich's mir nicht leicht
gemacht und ca. 1/2 Jahr gebraucht um mit der Art der Musik soweit klar zu kommen, um 2-4 Titel ohne Unterbrechung
hören zu können - so einfach ist das nicht.
Belohnt wird man mit nicht weniger als der innovativsten und schier einfallsreichsten Musik, die
ich mir zumindest auf dem Rock-Sektor vorstellen kann (ok, evtl. experimental Rock :)).
Das bezieht sich in erster Linie auf die Songstruktur, die eher an ein Konzeptalbum erinnert
und zweitens auf den Einsatz der Instrumente und dessen überragende technische Qualität, die
so gut wie alles und jeden in den Schatten stellt, was ich seinerzeit und auch bis heute gehört habe.
Die Band besteht aus zwei Mitgliedern, "C. Bixler-Zavala" (Gesang) und Omar "A. Rodriguez-Lopez" (Gitarre).
Für weitere Instrumente holen sie "Flea" (Bass) von den 'Red Hot Chili Peppers' an Bord oder den total
unglaublichen Schlagzeuger "Jon Theodore", der hier zumindest bei mir mit seinen Einsätzen für sprachlose Momente sorgt.
Auch nicht zu vergessen, dies ist das Debütalbum der Band.
Was die Struktur angeht, so muss man hier auch mal Geduld haben als Zuhörer.
Es kann vorkommen, dass mitten in einem Track mal 1-2 min nichts passiert oder nur irgendein komisches Knattern zu hören ist.
Meistens geht's genau dann viel heftiger weiter, wenn man grad
Besonders knackige Tracks sind gleich am Anfang "Inertiatic E.S.P" und "Roulette Dares".
Bei letzterem fällt auch wieder auf, dass die Songs Phasenweise sehr melodisch sind und dann sofort ein totale 180° Wende
machen und nur noch krank wirken - aber man muss sich ein wenig dran gewöhnen, bevor man es wirklich gut finden kann.
Sicherlich klappt das auch bei mir nicht bei jedem Song dieser CD, aber dennoch erkenne ich die konsequente Perfektion.
Denn wer genau hinhört stellt fest, dass dies keine nur-laute Metal Musik ist, wo leise oder feine Töne undenkbar sind.
Sehr eigenwillig aber unglaublich interessant zu hören ist auch "Drunkship of Lanterns", obwohl es mir generell recht
schwer fällt, zu verstehen was der Mann da überhaupt singt :)
Highlight ist immer noch "Eriatarka" - unglaublich heftiges Schlagzeug, mit Refrain und auch tollem Bass.
Zum Luftholen gibt's auch "Televators", wo man ausnahmsweise keinen Herzinfarkt beim Zuhören bekommt :)
Alles in allem der Gipfel der Kreativität in Musik, den ich bisher hören durfte auch wenn gerade DAS nicht so einfach ist.
Eine der genialsten Scheiben aller Zeiten
Datum:01.01.1970 01:00 - Rating: 5/5Mit "De-Loused..." haben The Mars Volta etwas geschafft, was in dieser Form noch keiner Band zuvor gelungen ist: ein Album, welches an Progressivität kaum zu überbieten ist, aber trotzdem eine Catchyness aufweist, die ihres Gleichen sucht. Jeder einzelne Song frisst sich mit einer unvergleichlichen Treffsicherheit in die Gehörgänge, die athmosphärische Dichte gipfelt durch die dynamischen Arrangements, die schwebenden Harmonien, aber auch die längeren Pausen, die mit brilliantem Sound-Design ausgefüllt werden, in einer elektrisierenden Spannung, die auch bei mehrmaligem Hören nicht abklingen will. Natürlich lassen die Jungs ihre Hörer auch gerne mal gewaltig leiden - so etwa im schier endlosen Synth-Part in "Cicatriz". Allerdings litt man hier - im Gegensatz zu späteren Alben der Band - noch gerne, gar wollüstig, weil solche progressiven Spielereien in "De-Loused..." nie aufgesetzt wirken, sondern sich perfekt in die Erzählstruktur der Rahmenhandlung einfügen und das Zurücksehnen nach der eigentlichen Musik stets mit weiteren leicht eingängigen, aber niemals banalen Melodien und wirklich guten Riffs quittiert wird.
Klar, in den späteren Alben sind die Hispano-Amerikaner meilenweit über das Ziel hinausgeschossen, und oft liefern sie Progressivität nunmehr nicht um der Spannung, sondern um der Progressivitäts willen. Hier aber haben sie noch alles richtig gemacht und eine Platte durchs Unterholz krachen lassen, die jeder, der sich nicht nur von mitreißenden Melodien und treibenden Rhythmen gefangen nehmen, sondern auch seinen musikalischen Horizont mit extravaganten Einfällen fernab des Mainstream erweitern möchte, einmal gehört haben sollte!
Meisterwerk!
Datum:01.01.1970 01:00 - Rating: 5/5Wie man derart instrumentale Freiheiten, schräge Beats, kranke Melodien und dissonantes Gedudel zu so einem schönen Gesamtwerk zusammenfügen kann ist einfach nur erstaunlich. Sicherlich keine Musik für jedermann. Ein bisschen spinnen muss man schon, um die Jungs zu mögen, und ich verdammt ich liebe sie!
Anstrengend
Datum:01.01.1970 01:00 - Rating: 3/5Also ich persönlich habe mir das Album gekauft, weil mich der Stil stellenweise an die Band "Muse" erinnert hat. Aber bei genauerem Hinhören ist diese Aussage natürlich hinfällig. Diese Album strahlt absolutes chaos aus und man fragt sich oft, was denn jetzt noch alles passiert. Ich finde es schade, dass das Album nie lange auf einer ruhigen Ebene bleibt, denn die Jungs haben wirklich was drauf. Auf der anderen Art gibt es dem Album einen ganz eigenen Stil, nur hat man nie die Wahl sich mal die härteren Lieder oder die softeren auszusuchen, denn jedes Lied hat beides. Abgedreht, unberechenbar und für etwas abgedrehte Menschen mit ein wenig Alkohol intus sicher kein schlechter Griff ins Regal. Man kann auf jedenfall am Stück hören.

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