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Threes (CD + DVD)
Quelle: amazon
EAN: 8714092687521
Herausgeber: Anti
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Threes (CD + DVD)Quelle: amazonEAN: 8714092687521 |
Kunden Meinungen
die anderen
Datum:01.01.1970 01:00 - Rating: 4/5die andere splitterband von at the drive-in. als es die (post)-hardcore-wüteriche auseinanderriss, wuchsen einerseits mars volta aus den trümmern (die den progrock sehr kurzweilig auf seine dehnbarkeit hin untersuchten) und andererseits sparta. die kümmerten sich um die guten melodien.
dieses album, ihr drittes, ist wohl ihr stärkstes. geboten wird eine sehr interessant zwischen emocore, prog, radiohead-nerdigkeit und den großen gesten im stil von u2 und den simple minds hin und her taumelnde musik mit überaus spannenden melodien. indierock fürs stadion - intensiv, wenn auch stellenweise fast zu putzig und niedlich.
Alles unter Kontrolle, Sparta haben die Hände fest am Ruder
Datum:01.01.1970 01:00 - Rating: 5/5Während die alten At the Drive-In-Kumpanen Omar Rodriguez und Cedric Bixler sich im Prog verheddern, sind ihre Kontrahenten Jim Ward und Tony Hajjar mit dem Sparta-Spross "Threes" an ihnen vorbeigezogen. Anno 2006 wurden die Jungs aus El Paso auch von den Kritikern zurecht gefeiert - sogar auf den "Visions"-Thron wurden sie gehievt. Und das keinesfalls zu Unrecht.
Jeder Song trägt zum Gelingen von "Threes" bei. Keinen muss man hervorheben.
Das ist keine der üblichen Post-Punk-Emo-Wasauchimmer-Core-Platten, die nach 5 Minuten ihr Pulver verschossen hat, sondern sie zeugt von Talent, Ehrgeiz, Kraft, Kreativität und Mut.
Mal flattert es ordentlich in der Büchs', dann wird es im nächsten Moment so ruhig, dass Jim einem in die Ohrmuschel flüstert, warum er in diese Welt geboren wurde.
Gleichgültig kann man dem Langspieler nicht gegenüber stehen. Viele mussten und müssen Zähne knirschend zugeben, dass Sparta auf dem richtigen Pfad angekommen sind, diesen brachial Richtung Ziellinie entlang preschen.
"Threes" ist vorn vornherein schon groß und wächst dazu noch mit Hördurchgang.
Es müssen natürlich fünf Sterne her für diejenigen, die sich auf diese Bewertungsform verlassen.
irgendwo zwischen Emo und Post-Hardcore
Datum:01.01.1970 01:00 - Rating: 3/5Es gehört schon einiges dazu, von einer renommierten Musikzeitschrift wie der Visions gleichzeitig zur „Platte des Monats“ Dezember und zur Nummer eins in der Liste der „50 stärksten Platten des Jahres“ gewählt zu werden. Noch dazu, wenn das Album noch gar nicht regulär auf dem deutschen Markt erhältlich, sondern nur als US-Import zu beziehen ist.
Auf der anderen Seite hatten die texanischen Post-Hardcore-Rocker von Sparta auch ein paar Jahre und Alben Zeit, sich in die Herzen der schreibenden Musikjournaille zu spielen.
2001 neben The Mars Volta als eine Splittergruppe von At the Drive-In entstanden, warten sie mit ihrem mittlerweile vierten Album auf. Und „Threes“ wird zumindest von oben genannter Musikzeitschrift als „schönste Indieclubmusik fürs Stadion“ und der „kredibelste Kompromiss aus Radiohead, U2, Pink Floyd und At the Drive-In“ bezeichnet.
Objektiv betrachtet ist das Album von Sparta eine hörbare Platte mit düsterer Atmosphäre, irgendwo zwischen Emo und Post-Hardcore, mit aggressiven Schrammelgitarren die immer wieder melancholischen Piano-Moll-Akkorden herausbrechen brechen. Ein Album zum Von-vorne-nach-hinten-Durchhören - ohne wirkliche Höhepunkte aber auch ohne weh zu tun.
Erstaunliche Entwicklung
Datum:01.01.1970 01:00 - Rating: 5/5Sparta konnten bisher nie wirklich aus dem Schatten von Vorgängerband At The Drive-In treten. Wo doch die Ex-Bandkollegen mit Mars Volta absolute Kritikerlieblinge sind, hatten es Sparta dagegen immer schwer zu überzeugen. Umso erstaunlicher, dass Threes plötzlich zur Platte des Jahres in Visions gekürt wurde. Weit vor diversen weitaus bekannteren Bands, die in 2006 allerorten hochgejubelt wurden.
Und tatsächlich ist die Euphorie gerechtfertigt. Direkt von den ersten Akkorden an zieht einen das Album in seinen Bann. Großartige Melodien verbinden sich mit intensiven, rauhen Gitarren und treibendem Beat. Dazu eindringlicher und vielseitiger Gesang von Jim Ward. Die Band nimmt den Hörer gefangen und lässt ihn so schnell nicht mehr los.
Sicher, das ist verdammt eingängig und auch Rock-Disco tauglich. Streckenweise fühlt man sich gar an diverse Emo Rock Chartstürmer erinnert (aber die wurden vor allem auch von At The Drive-In beeinflusst). Nur wer will der Band einen Vorwurf machen, wenn ein derart straffes und durchdachtes Album herauskommt, dass einem nur noch der Mund offen steht. Dass Eingängigkeit nicht gleich Ausverkauf bedeutet wird hier nur allzu deutlich. Denn von kommerziellem Einheitsbrei ist das hier Lichtjahre entfernt.
Doch Sparta können mehr als vehement rocken. Besonders in Atlas und Translations zeigt die Band ihre ruhigere, atmosphärischere Seite, ohne dabei an Spannung zu verlieren. Plötzlich kommen frühe U2 oder Radiohead in den Sinn. Ohne Zweifel gipfelt das Album im epischen The Most Vicious Crime. Ein über 6 Minuten langer Song mit ständigem auf und ab. Aber dieses Album hat viele weitere Höhepunkte zu bieten. Zu viele um sie hier aufzuzählen. Da hilft nur selbst anhören und staunen.
Sieg auf der ganzen Linie
Datum:01.01.1970 01:00 - Rating: 5/5Sparta hatten es nie besonders leicht. Nach dem Zerfall des Mutterschiffs At The Drive-In standen "die anderen drei" immer im Schatten der Kreativköpfe Omar Rodriguez und Cedric Bixler, die mit The Mars Volta deutlich mehr Staub aufwirbelten. Spartas erste Alben "Wiretap Scars" und "Porcelain" waren gut, und man kann sie auch nicht richtig als Flops bezeichnen, dennoch blieben sie stets diejenigen, die die kleineren Brötchen buken. Hartnäckig spielten sie Tour um Tour, gewannen stetig Freunde hinzu ... bis die Band 2005 fast vor dem nächsten "indefinite hiatus" (Plattenfirmen-Euphemismus für Bandauflösung) stand. Sänger Jim Ward war seelisch und künstlerisch ausgebrannt, Gitarrist Paul Hinojos schmiss vollends hin - um dann prekärerweise nur kurze Zeit später seinen Einstieg bei den Ex-Kollegen von The Mars Volta zu verkünden! Soweit die Vorgeschichte.
Mit Keely Davis ist ein neuer, bis dato weitestgehend unbekannter Gitarrist in die Reihen gestoßen. Im Juni 2006 verkündete ein überraschend selbstsicherer Jim Ward, dass man gerade das beste Album der Bandkarriere aufnähme. Gut, das sagen Musiker ja immer. Umso schöner, dass er Recht behalten solte - und das in einem nicht für möglich gehaltenen Ausmaß!
"Threes" stellt seine Vorgänger locker in den Schatten. "Untreatable Disease" als Opener zeigt sie nach verhalten gezupften Intro erst noch auf gewohnten Bahnen, aber schon "Crawl" zeigt die Weiterentwicklung, die diese Band und Jim Ward als Sänger im Speziellen vollzogen hat. Zudem scheinen Sparta nicht gewillt, auch nur einen Song nach Hause zu schicken, ohne ihm zuvor einen monströs hymnischen Refrain gezimmert zu haben - und das gilt für jedes einzelne Stück auf diesem Wunderwerk. So viel ist da drin! In den richtigen Momenten die nackte rohe Wucht, wie im alles niederwalzenden "Taking Back Control". Faust in die Luft und alles rauslassen. Aber auch ein neuentdecktes Faible für sanfte Klänge und Akustikgitarren: eine Strophe lang klingt "Atlas", als wäre der Song geradewegs von Radioheads "The Bends" gepurzelt. Gekonnt schneidende Gitarrenlinien gesellen sich zur ganz großen Geste. Manche Refrains schämen sich nicht, sich in die unmittelbare Nachbarschaft von U2 zu stellen - sie sind auch vollkommen richtig dort aufgehoben. Und trotzdem hält sich "Threes" immer fernab jeder Pop-Cheesyness, klingt durchweg authentisch, ruppig, kraftvoll wie aber auch verteufelt gut ausgearbeitet. Elektronische Klangerzeuger sind ganz aus Spartas Instrumentarium verschwunden. Dafür aber bereichern nun Tasteninstrumente den (eh schon alles andere als) spartanischen Klangkosmos. Diese wunderbare Orgel, die verspielt im Mittelteil vom unfassbar geilen "Weather The Storm" herumhüpft, bevor der Hurrikan wieder losbricht. Der vom Piano getragene Nachhall, den Sparta vom Gipfel des Song-Achttausenders "The Most Vicious Crime" ins Tal schicken. Und als Finale schließlich dann das unendlich schöne "Translations": statt Gitarrenpower bläst einen ein Duett mit einer Soulsängerin um.
Man kann nichts anderes sein als ergriffen. Sparta scheinen mit "Threes" nichts weniger als DAS perfekte Album für die Nuller Jahre beabsichtigt zu haben. Für jeden was dabei, keiner bleibt außen vor. Und das, ohne irgendwas zu inszenieren, sich bei irgendjemandem anzubiedern oder etwas nicht auch genau so zu meinen. Eine ganz große Kunst ist das, mustergültig vorgeführt.
PS: Und als "Threes" neulich in der Zeitschrift VISIONS (berechtigterweise) zum Album des Jahres 2006 gekrönt worden ist, überkam mich ein kindischer Anflug von Stolz. Als wäre das nicht nur ein Sieg für Sparta (auch über Mars Volta übrigens...), sondern ein persönlicher. Beruhigend, dass auch die Laudatio des Autoren im dazugehörigen Artikel mit folgendem Satz abschloß: "Was sind wir stolz auf Euch, Jungs!" Ja.

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